| ein geschichtlicher Abriss |
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Eichenhofen (470m) liegt im Tal eines kleineren oberen Glöttzuflusses. Im 13 Jahrhundert war das Dorf Sitz eines Adelsgeschlechtes, dass sich nach Eichenhofen benannte und wohl auf der östlich vom Ort gelegenen Geigenburg wohnhaft war. Die Burg Eichenhofen ging von der Markgrafschaft, das Dorf, Widem und der Kirchensatz aber vom Hochstift Augsburg (bzw. seit der Säkularisierung im Jahre 1803 von Bayern) zu Lehen. Im Jahre 1274 schenkte Ritter Herrmann von Dachsberg dem Kloster Fultenbach ein Gehölz in Eichenhofen, welches vorher Wulfing von Eichenhofen und dessen Neffe Konrad von dem Schenker zu Lehen hatte. Eichenhofen war eine kleine Pfarrei, die dem Kloster Fultenbach einverleibt war. Bischoff Heinrich III. von Augsburg gestattete dem Kloster, dass ein in Eichenhofen wohnender Mönch dort die Seelsorge ausübte. Da das Kloster in Fultenbach sich immer mehr auflöste, zogen Adelige als Lehensleute des Hochstifts Augsburg den Zehnt in Eichenhofen an sich. Im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts waren dies die Westernach und Riedheim, um 1720 aus 13 Feuerstätten bestehend bis 1853 gänzlich im Besitz der Herren (ab 1590 Freiherren) von Riedheim zu bleiben. Eichenhofen war nach dem Ende des alten Reiches – 1806 an Bayern gekommen – bis zur Aufhebung der gutsherrlichen Gerichtsbarkeit (1848) Sitz eines Patrimonialgerichts II. Klasse. Die seelsorgerische Selbständigkeit hat Eichenhofen nach der Fultenbacher Zeit nicht mehr wiedererlangt. Das Filialverhältnis zu Hafenhofen wurde durch eine Vereinbarung der beiden Ortsherrschaften Johannn Konrad von Riedheim für Eichenhofen und Franz Ernst Graf Fugger zu Glött für Hafenhofen im Jahre 1685 festgelegt. Im 17. und 18. Jhd. war die 1748 errichtete Kirche Hl. Maria Magdalena in Eichenhofen ein von vielen umliegenden Pfarreien besuchter Wallfahrtsort am Patroziniumsfest. Kommunalpolitisch verlor Eichenhofen am 1.7.1972 die Selbständigkeit und wurde in die Gemeinde Hafenhofen eingegliedert. |